
Lindauer Marionettenoper
Zauberhafte Puppenmagie erleben Kinder und Eltern in der Lindauer Marionettenoper. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das Marionettenspiel fast ausschließlich den Erwachsenen vorbehalten, heutzutage genießen Kinder und Eltern gemeinsam die Puppentheater-Vorführungen.
Schon der Bau einer Marionette stellt eine besondere Herausforderung dar: Eine Puppe besitzt keine Mimik, daher müssen alle Emotionen in einem Gesichtsausdruck zu lesen sein. Rumpf, Hände, Füße und Köpfe der Puppen bestehen aus Lindenholz und werden ausgehöhlt, damit sie nicht zu schwer werden. Sämtliche Marionetten sowie die Kostüme werden in der hauseigenen Werkstatt der Lindauer Marionettenoper gefertigt.
Eine Lindauer Marionette hat mindestens 8 Fäden, oft kommen noch Spezialfäden dazu. Die Köpfe der Puppen werden allerdings nicht über Fäden, sondern über drei Drähte bewegt. Dies ermöglicht schnelle Kopfbewegungen.
Kinder und Eltern fragen sich manchmal, weshalb die Marionetten auf der Bühne viel größer wirken, als sie sind. Die Antwort darauf ist verblüffend einfach: Die Bühnenbauten sowie sämtliche Requisiten sind der Größe der Puppen angepasst. Das Auge hat somit keine Vergleichsmöglichkeiten, dadurch entsteht eine optische Täuschung. Stellt man zum Beispiel ein Wasserglas auf die Bühne, sind sofort die wahren Größenverhältnisse zu erkennen.
Das Repertoire der Stücke, des Lindauer Marionettentheater, reicht von Die Zauberflöte und Die Fledermaus über Carmen, Die Entführung aus dem Serail und Der Barbier von Sevilla und La Traviatabis hin zu Hänsel und Gretel und Cosi van tutte.
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